Leben oder Schreiben. Der Erzähler Warlam Schalamow 23

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Staatl. Museum der Georgischen Literatur «Giorgi Leonidze» 15.01. – 13.02.2016

Ausstellung

ცხოვრება ან მწერლობა. მთხრობელი ვარლამ შალამოვი

 

Ausstellung des Literaturhauses Berlin in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum der Georgischen Literatur «Giorgi Leonidze»

15.1. 13.2.2016

8, Giorgi Chanturia str., 0108, Tiflis

Kuratoren: Christina Links, Wilfried F. Schoeller

Gestaltung: unodue{ münchen

Übersetzung: Ana Kordzaia-Samadashvilli

Es handelt sich hier um die weltweit erste große Ausstellung über Warlam Schalamow (1907-1982). Regionale russische Museen, die Menschenrechtsorganisation «Memorial», literarische Institute in Rußland und die Nachlaßverwaltung Schalamows (RGALI) haben für dieses Projekt einer deutsch-russischen Kooperation zusammengearbeitet.

Schalamow hat fast zwanzig Jahre lang in Gefängnissen und im GULAG verbracht. In autobiographischen Schriften, Gedichten und in seinen unerbittlich lakonischen «Erzählungen aus Kolyma» hat er die Torturen im GULAG, das System der Vernichtung durch Arbeit, die Ausweglosigkeit der gefangenen Existenz und ihre Entmenschung unter den Bedingungen der Angst und des Hungers dargestellt.

Warlam Schalamow gehört in die nächste Nachbarschaft von Primo Levi, Jorge Semprún und Imre Kertész, deren Berichte aus den Konzentrationslagern Buchenwald und Auschwitz zu den Menschheitszeugnissen über den Terror gehören.

Mit beeindruckenden Dokumenten, Fotos und mit künstlerischen Arbeiten vergegenwärtigt die Georgisch kommentierte Ausstellung auf 35 großen Plakaten Leben und Werk Schalamows und verweist dabei auch auf andere Schriftsteller wie Mandelstam, Pasternak, Solschenizyn. Tonaufnahmen Schalamows und eine Filmdokumentation ergänzen die Präsentation.

Eröffnung: 15. Januar 2016

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes:  Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft, 2015