Leben oder Schreiben. Der Erzähler Warlam Schalamow 5

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Mit Gabriele Leupold, Franziska Thun-Hohenstein und Hanns Zischler

Mit Gabriele Leupold, Franziska Thun-Hohenstein und Hanns Zischler

Warlam Schalamow: Das vierte Wologda und Erinnerungen

»Das vierte Wologda« ist Schalamows Buch der Erinnerungen an die Kindheit und frühe Jugend in seiner nordrussischen Geburtsstadt, deren besonderer freiheitsliebender Geist ihn für immer geprägt hat. Diesen Geist verdankt die Stadt den zahlreichen politisch Verbannten, die über die Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben. Als Sohn eines Priesters erlebte Schalamow dort mit zehn Jahren die Revolution und die nachrevolutionären Wirren. In der lakonischen Erzählung gelingt es ihm, seine Abrechnung mit der autoritären Welt des Vaters mit eindrucksvollen Bildern aus dem Alltagsleben der Provinzstadt zu verbinden und sie auf diese Weise in die dramatische Umbruchszeit russischer Geschichte im 20. Jahrhundert einzubetten. Der von Gabriele Leupold übersetzte Band wird durch die Fragment gebliebenen Erinnerungen an das literarische Leben im Moskau der 1920er, 1930erJahre ergänzt: ein Panorama jener Welt, die Schalamows Schreiben beeinflußt hat und an die er sich auch nach den Jahrzehnten Lagerhaft mit erstaunlicher Präzision und Detailfreude erinnert.

Gabriele Leupold und Franziska Thun-Hohenstein, die Herausgeberin der Schalamow-Werkausgabe bei Matthes & Seitz, stellen dieses Buch vor.
Hanns Zischler liest Texte von Warlam Schalamow.