Krieg in Berlin

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Mit Susanne zur Nieden und Martina Mann

Mit Susanne zur Nieden und Martina Mann

»Ja, der Krieg rollt auf Berlin zu. Was gestern noch fernes Murren war, ist heute Dauergetrommel.«, das Heute der anonym gebliebenen Tagebuchschreiberin ist der 20. April 1945, der Endpunkt ihrer Aufzeichnungen der 22. Juni 1945. Als das Buch »Eine Frau in Berlin« 1959 zum ersten Mal (im Verlag Helmut Kossodo) erschienen war, stieß das Buch auch auf Ablehnung, weil es frei war vom moralisierenden Ton der Zeit, illusionslos, ohne Selbstzensur und ohne das Selbstmitleid vieler Deutscher das Geschehen der letzten Kriegstage festhält, den Hunger, die Angst und die Vergewaltigungen. Mit makabrem Humor rettet sich die Tagebuchschreiberin aus der Todesangst in die Literatur.
Zur Einführung spricht Susanne zur Nieden, Literaturwissenschaftlerin und Autorin von »Alltag im Ausnahmezustand. Frauentagebücher im zerstörten Deutschland«.
Die Schauspielerin Martina Mann liest aus den Aufzeichnungen der anonymen Berlinerin.

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