»Karl liest, zitiert, schreibt. Poetik und Ästhetik des Kapitals «

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Finissage der Ausstellungspositionen

Marx-Wochen

Finissage der Ausstellungspositionen

Kuratiert von Joachim Baur, Die Exponauten (Berlin)

Karl Marx’ »Das Kapital« gehört zu den wirkmächtigsten und kontroversesten Texten der politischen Ökonomie und modernen Philosophie. Verabscheut von den einen, verehrt
von den anderen, hat diese Bibel des historischen Materialismus nie aufgehört zu sein, was sie in ihrer polemischen und kritischen Kraft sein wollte: ein Ärgernis, aber auch ein fortwährender Anstoß zur Formulierung neuer Deutungen und Theorieansätze. Im Zentrum der Marx-Wochen, die wir aus Anlass von Marx‘ 200. Geburtstag veranstalten, stehen die Poetik und Ästhetik seines Weltbestsellers.

In sechs Ausstellungspoitionen nähern wir uns spielerisch dem Autor Karl Marx und seinem Hauptwerk an: Eine Hörstation ermöglicht das Hineinlauschen in eine Auswahl des Briefwechsels von Karl und Friedrich Engels. In Karls Schreibstube ist erfahrbar, was für ein passionierter Leser er war. Buchcover internationaler Ausgaben des Kapitals verdeutlichen durch ihre Vielfalt eindrücklich die weltweite Bedeutung des in über 40 Sprachen übersetzten Werkes. In Interviews erzählen u.a. Jens Bisky, Zaman Masudi und ein Hamburger Lesekreis von ihren persönlichen Erfahrungen bei der Marx-Lektüre. Agnieska Kruczeks Videoinstallation »No practical hints« (2017) setzt sich mit zeitgenössischen Zitaten zum Kapital auseinander. In der Fotostation »Ich und das Kapital« können sich Besucher:innen mit dem Kapital abbilden lassen: Wie Rudi Dutschke 1968 für das Wirtschaftmagazin »Capital«, kämpferisch mit dem Buch unter dem Arm – oder ganz anders.

Gefördert durch die Stiftung Preussische Seehandlung