Jutta Ditfurth: Der Baron, die Juden und die Nazis. Reise in eine Familiengeschichte
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Mit Jutta Ditfurth und Marcus Funck
Im Mai 1990 reiste Jutta Ditfurth zusammen mit ihrer Mutter Heilwig von Ditfurth an die Orte ihrer Kindheit und Jugend, die in der DDR lagen, es waren Schlößer, Rittergüter und Großgrundbesitz, mithin geriet die Reise zu einer »Fahrt in die feudale Vergangenheit meiner Familie«. Schloß Windischleuba bei Altenburg gehörte bis 1945 dem Urgroßonkel von Jutta Ditfurth, Börries Freiherr von Münchhausen, der in seiner Jugend pro-jüdische Balladen geschrieben und sich zum glühenden Antisemiten gewandelt hatte.
Wann und warum, so fragt Jutta Ditfurth, hat sich der Adel dem antisemitischen Lager angeschlossen? Und warum müssen heute die Repräsentanten der Stadt Kohren-Sahlis den »großen Balladendichter« ehren und dessen Judenhaß leugnen?
Jutta Ditfurth liest aus ihrem Buch »Der Baron, die Juden und die Nazis. Reise in eine Familiengeschichte« (Hoffmann und Campe) und spricht mit Marcus Funck.
Zusammen mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin