Johann Kaspar Riesbeck: Briefe eines reisenden Franzosen

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Mit Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz

Mit Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz

Die »Briefe eines reisenden Franzosen« erschienen anonym in zwei Bänden 1783 in Zürich. Johann Kaspar Riesbeck hieß der ungemein gebildete, junge und aufklärerische Autor, der seit Januar 1780 der erste feste Redakteur der gerade gegründeten Zürcher Zeitung war. Bewußt hatte sich Riesbeck auf seiner »Inspektionsreise durch das vorrevolutionäre Deutschland« die Maske eines Franzosen aufgesetzt, in Frankreich waren die freiheitlichen Ideen schon weiter vorgedrungen als in Deutschland. »Riesbeck erzählt unterhaltsam, er will nicht nur als gelehrt und informiert erscheinen, sondern vor allem verstanden werden. Denn er hat eine politische Botschaft, die nicht Revolution und Umsturz der Verhältnisse heißt, sondern radikale Reform des Bestehenden.«

Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz haben das seinerzeit äußerst erfolgreiche und vielfach übersetzte Buch vollständig neu ediert, kommentiert und mit zeitgenössischen Stichen, Karten und Städteabbildungen versehen (Die Andere Bibliothek). Sie stellen es in Lesung und Gespräch vor.