Jan Philipp Reemtsma: Vertrauen und Gewalt.
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Mit Jan Philipp Reemtsma und Lothar Müller
Versuch über eine besondere Konstellation der Moderne
Rätselhaft, so Jan Philipp Reemtsma in seinem Großessay über »Vertrauen und Gewalt« (Hamburger Edition), ist nicht die Katastrophe – Nationalsozialismus und Holocaust -, sondern ihre Integrierbarkeit, »wir verrätseln die Katastrophe, um uns unsere Normalität nicht als permanente Irritation zumuten zu müssen«. Er untersucht die unterschiedlichen Ausprägungsweisen von Gewalt in der Moderne und konfrontiert sie mit deren Selbstbild, um zu fragen, welche Kräfte daran wirken, in sozial differenzierten Gesellschaften nie »das Ganze« mit seiner Neigung zu ausschließender Gewalt ins Spiel zu bringen.
Jan Philipp Reemtsma stellt sein Buch vor und spricht mit dem Literaturkritiker Lothar Müller.