Im Labor der Phantasie. Vorträge zu Literatur- und Wissenschaftsgeschichte 2

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Mit Martin Stingelin

Mit Martin Stingelin

Die Literatur zielt schon immer auf »die ganze Welt« in all ihren sichtbaren und unsichtbaren Zusammenhängen. Hingegen ist die Trennung von Geist und Natur, Künsten und Wissenschaften, Fühlen und Denken eine späte Errungenschaft unserer Kultur. Inzwischen zeichnet sich jedoch ein verstärktes Nachdenken – auch von Seiten der Wissenschaften – über den Zusammenhang der »zwei Kulturen« ab. Die Überzeugung, daß die künstlerischen und die wissenschaftlichen Weltzugänge enger verbunden sind, als lange Zeit angenommen wurde, führt gegenwärtig zu einem neuen Interesse an solchen Denk- und Verfahrensweisen, die in Künsten und Wissenschaften gleichermaßen eine große Rolle spielen. Dabei ist es insbesondere die Phantasie, die in poetischen Imaginationen, theoretischen Gedankenexperimenten, künstlerischen Entwürfen und wissenschaftlichen Versuchsanordnungen eine zentrale Stelle einnimmt. Wie produktiv ein solches Zusammenspiel – oder Konkurrieren – zwischen Phantasie, Literatur und Wissenschaften in verschiedenen historischen Konstellationen sein kann, will die Veranstaltungsreihe »Im Labor der Phantasie« thematisieren.

Friedrich Dürrenmatts Stoff »Das Hirn« – radikalisierter Konstruktivismus oder moralistischer Traktat? Zur Engführung von Evolutionstheorie und Textgenese.
Ein Vortrag von Martin Stingelin (Professor für Neuere deutsche Literatur an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Dortmund).

Veranstaltungsreihe des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie der FU Berlin im Literaturhaus Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der BASF AG. Konzeption: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm; Organisation: Dr. Erik Porath