Verena Roßbacher »Ich war Diener im Hause Hobbs«
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Verena Roßbacher im Gespräch mit Janika Gelinek
Wer Verena Roßbachers sprachmächtige Romane »Verlangen nach Drachen« und »Schwätzen und Schlachten« kennt, wird bedenkenlos auf Inhaltsangaben verzichten, dennoch sei es versucht: Ein Todesfall in Zürichs High Society zwingt einen jungen Diener, seine Erinnerung zu befragen, was eigentlich passiert ist. Denn es war Christian, Diener der Anwaltsfamilie Hobbs, der den Toten im Gartenpavillon neben der blutbespritzten Chaiselongue fand. Erinnerungen an seine Jugend im österreichischen Feldkirch drängen in seine Rekonstruktion der Ereignisse. Vor allem seine drei alten Freunde, genialisch provinzielle Jünglinge, die in sagenhaften Anzügen Zweig und Hesse rezitieren – eine Idylle, die ebenso wenig intakt bleibt wie die der distinguierten Familie Hobbs. Und während Christian die Untiefen der eigenen Schuld am Verbrechen auslotet, kommt er einem großen Geheimnis auf die Spur.
Verena Roßbacher »Ich war Diener im Hause Hobbs« Kiepenheuer & Witsch, 2018