»I would prefer not to«: Mut & Ungehorsam

  • Homecoming & Jubiläum

Festprogramm Tag zwei

Eintritt frei

  • 9:45 Uhr
    Junges Literaturhaus

    »Gedankenflieger – Philosophieren mit Kindern«

    Von Mut & Hoffnung
    Mit Eva Stollreiter
    Für 1. – 4. Klassen
    Kaminzimmer

    Das Junge Literaturhaus Berlin ist Flugplatz des erfolgreichen Bildungsangebots »Gedankenflieger«, das in diesem Herbst seinen 20. Geburtstag feiert! Ausgehend von Bilderbuchgeschichten und unterstützt von einem speziell für »Gedankenflieger« konzipierten Magazin wird altersgerecht philosophiert. Zwischendurch wird gebastelt, gemalt und geschrieben. Die Workshops laden dazu ein, ohne Bewertung eigene Gedanken zu entwickeln, zu formulieren und zur Diskussion zu stellen, und diesmal dreht sich alles um Mut und Hoffnung!

  • 10:15 Uhr
    Junges Literaturhaus

    »Bevor der Himmel reißt«

    Mit Amani Padda
    Exklusiv für Schulklassen, empfohlen ab Kl. 8
    Anmeldung: ericke@literaturhaus-berlin.de

    Wir sprechen mit der jungen, in Sachsen lebenden Autorin Amani Padda über ihr in jeder Hinsicht aktuelles Buch: In “Bevor der Himmel reißt” stehen zwei Teenager, beide Kinder indischer Einwandererfamilien, im Mittelpunkt, die in ihrer sächsischen Kleinstadt für mehr Zusammenhalt und Offenheit eintreten. Ein berührender und vielschichtiger Coming of age-Roman über Migration und Rassismus, über Freundschaft, über queeres Leben und über den Mut, sichtbar und man selbst zu sein.
    Amani Padda, »Bevor der Himmel reißt«, Arctis Verlag 2026

  • 13.00 – 17.00 Uhr

    Mut-Muskel-Workshop

    Mit den Radikalen Töchtern
    Anmeldung unter: info@literaturhaus-berlin.de
    begrenzt auf 25 Teilnehmer:innen

    Die Welt braucht neue radikale Ideen und Maßnahmen, wenn sie ihre Herausforderungen und Probleme lösen will. Vor allem aber braucht sie eins: Mehr Mut! Deswegen trainieren wir in unseren Workshops gemeinsam unseren Mutmuskel. Wir vermitteln Ansätze der Aktionskunst und des künstlerischen Aktivismus. Wir erzählen von Aktionen, unseren Methoden der Aktionskunst, Visionen und Banden bilden und inspirieren, damit selber ins Handeln zu kommen. Anhand unserer Methoden der Aktionskunst tauchen die Teilnehmenden dann in einen Arbeitsprozess ein. Sie lernen wie die eigene politische Wut als emotionale Kompetenz in Mut und Aktionskunst umgewandelt werden kann. Ein politischer, kreativer, aktivierender Workshop als Inspiration für die eigene Haltung.

  • 18:00 Uhr
    Panel in English

    Wie viel Mut ist zumutbar?

    Über das Schreiben in der Autokratie und im Exil
    Mit Irina Scherbakowa, Marko Vidojković, Stella Gaitano, Can Dündar.
    Moderiert von Paul-Henri Campbell. Aus dem Englischen dolmetschen Lilian Astrid Geese und Patricia Izomoh
    In englischer Sprache mit deutscher Simultanverdolmetschung

    In freiheitlichen Staaten  genießen Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Journalist:innen samt ihrem Schaffen den Schutz der Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit. Was aber, wenn dieser Schutz in Frage gestellt wird – oder ohnehin nie bestanden hat? Was bedeutet es, gegen den Widerstand eines Regimes anschreiben zu müssen – ästhetisch, politisch und persönlich? Vier Autor:innen aus Russland, Serbien, der Türkei und dem Sudan berichten von ihren Erfahrungen und geben Einblicke, was es heißt, unter dem Druck der Unfreiheit zu recherchieren, zu schreiben und zu veröffentlichen.

  • 20:00 Uhr
    Saalschlacht

    Wehret den Wählern?

    Streitgespräch & Publikumsdiskussion mit Daniel-Dylan Böhmer und Frauke Rostalski & dem Publikum.
    Moderiert von Thea Dorn

    In Demokratien ist das Volk der Souverän – so oder so ähnlich steht es in allen Verfassungen und anderen demokratischen Grundsatzerklärungen. Allerdings entsteht ein Problem, wenn der Souverän politische Parteien wählt, die das oberste Prinzip der liberalen Demokratie, dass die Menschenwürde allen Menschen in gleicher Weise zukommt, verachten. Was tun, wenn man befürchten muss, dass diese Parteien darüber hinaus fundamentale demokratische Prinzipien wie etwa die Gewaltenteilung angreifen, sobald sie dazu die Möglichkeit haben? Muss die liberale Demokratie dann nicht gegen den Wählerwillen verteidigt werden – etwa durch ein Verbot extremistischer Parteien? Aber wie demokratisch kann eine Demokratie sein, in der das letzte Wort nicht mehr beim Wähler liegt, sondern bei einer Institution wie dem Bundesverfassungsgericht?
    Ein Abend in Kooperation mit PEN Berlin

  • ab 21:30 Uhr
    Konzert

    Roomwarming Kamins Zimmer

    Mit Schilf und Valentin Rohrer & Marek Gabler

    Man stelle sich einfach eine Schulband vor, nicht ganz professionell, vielleicht manchmal ein bisschen aufgekratzt, aber immer dem Lied verschrieben. »Schilf« ist ein neues Bandprojekt von Sören Neun, das verschiedene Strömungen der deutschsprachigen Musik aufgreift und weiter spinnt. Berührungen mit der Liedermachertradition, der Hamburger Schule, aber auch mit experimentellen Projekten wie »Brannten Schnüre« und »Einstürzende Neubauten« sind erlaubt, wobei sich Schilf nicht als Nostalgieband versteht! Es geht nach vorn. Die Texte muten häufig erst vage und referenziell an, entpuppen sich dann aber doch als etwas Handfestes, sie formen das Bild meist langsam und werden nie ganz fertig. Klirrende Percussion von Gustav Kemps, Steve Reich-artiges Klavierspiel von Lilian Bennett-Schaar und Freak-Folk-Gitarre von Valentin Rohrer kochen eine neue Suppe, anstatt einfach die alte wieder aufzuwärmen.

  • Dank

    Wir danken der LOTTO Stiftung Berlin für ihre großzügige Unterstützung des Jubiläums, der Ausstellung und der neuen Webseite. Wir danken Knoll International und minimum einrichten für das Sponsoring des neuen Bühnenmobiliars und den Freunden und Förderern des Literaturhauses Berlin für ihre generöse Spende für die Ausstattung des Großen Saals, nach einem Entwurf unseres großartigen Bühnengestalters Marc Bausback.

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