Hölderlin: Die Filme
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Mit Heinz Wismann, Harald Bergmann und Elfi Mikesch
1992 begann der Berliner Filmemacher Harald Bergmann, seiner Leidenschaft für die Dichtung Friedrich Hölderlins mit filmischen Mitteln auf den Grund zu gehen – die mittlerweile entstandene »Hölderlin-Trilogie« umfaßt Filme unterschiedlicher Stilart, die sich der enormen Herausforderung des überlieferten Werks stellen: Während der erste Teil der Trilogie, »Lyrische Suite / Das untergehende Vaterland«, Motive von imaginären Reisen aus späten Text-Fragmenten assoziativ auf das Medium Film überträgt, erzählt der zweite Teil, »Hölderlin Comics«, als Filmkomposition die Lebensgeschichte des zuletzt mit dem Abtransport ins Klinikum für Geisteskranke von den Zeitgenossen entmündigten Dichters. »Scardanelli«, eine Collage aus Spielfilmszenen, Augenzeugenberichten und späten Texten, widmet sich den 36 Lebensjahren im Tübinger Turm. In »Passion Hölderlin«, dem jüngsten Film von Harald Bergmann, berichten D.E. Sattler (Hölderlin-Entzifferer und Editor), Heinz Wismann (Philosoph), Detlef B. Linke (Hirnforscher), Heinz Holliger (Komponist) und Anke Bennholdt-Thomsen (Germanistin) über ihre anhaltende Hölderlin-Leidenschaft und sprechen über die Wirkung und das Echo seiner Dichtung. Das Literaturhaus Berlin zeigt Harald Bergmanns Hölderlin-Filme und lädt ein zum Gespräch:
16.00 Uhr »Lyrische Suite / Das untergehende Vaterland« 1992, 16 mm, 84 Min. Mit: Jean-Marie Straub, Udo Samel, Otto Sander. Musik: Alban Berg
18.00 Uhr »Hölderlin Comics« 1994, 16 mm, 90 Min. Mit: Walter Schmidinger, Udo Samel, Otto Sander. Musik: John Zorn & Naked City
20.00 Uhr »Passion Hölderlin« 2003, Digibetacam, 66 Min. Mit: Heinz Wismann, D.E. Sattler, Detlef B. Linke, Heinz Holliger, Anke Bennholdt-Thomsen, Walter Schmidinger. Kamera: Elfi Mikesch
21.30 Uhr Podiumsdiskussion über Hölderlin und sein filmisches Recycling mit: Heinz Wismann, Harald Bergmann und Elfi Mikesch
22.30 Uhr »Scardanelli« 2000, 35 mm, Dolby Stereo, 112 Min. Mit: André Wilms, Walter Schmidinger, Udo Kroschwald, Geno Lechner uva. Musik: Mozart, Schubert, Bach
weitere Informationen: www.scardanelli-derfilm.de