Herta Müller. Der kalte Schmuck des Lebens 6

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Mit Ernest Wichner, Helmuth Frauendorfer, Prof. Dr. Joachim Rogall, Herta Müller, Ivaila Alexandrova und Penka Angelova

Tagung: Verbrechen der Diktaturen in Osteuropa

Mit Ernest Wichner, Helmuth Frauendorfer, Prof. Dr. Joachim Rogall, Herta Müller, Ivaila Alexandrova und Penka Angelova

Internationale Konferenz des Literaturhauses Berlin, der Robert Bosch Stiftung und der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Die kommunistischen Diktaturen in Europa haben nicht nur zu schwerwiegenden Verletzungen und Deformationen der Gesellschaft geführt. Der überwiegend sanfte Übergang zur Demokratie und das Fortbestehen alter Eliten und Machtstrukturen machen auch die Aufarbeitung der Diktaturverbrechen zu einem schwierigen Prozeß. Statt den Opfern wenigstens im Nachhinein Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, dominieren oftmals Gleichgültigkeit, Verdrängung und Vertuschung.

Um so wichtiger ist es, die Anstrengungen der Zivilgesellschaft zu befördern, sich kritisch mit den Diktaturverbrechen auseinander zu setzen. Die Sicherung historischer Quellen und die Analyse des Geschehens sind ebenso unverzichtbar für eine demokratische Erinnerungskultur in Europa wie die Bestrafung der Täter und die Würdigung der Opfer. Im Rahmen der Konferenz präsentieren Akteure aus verschiedenen Bereichen den Stand der Aufarbeitung in ihren Ländern und suchen nach effektiveren Handlungsmöglichkeiten.

 Zur Tagung werden Historiker, Forscher, Mitarbeiter von NGOs, Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen sowie von Archiven, Dokumentationszentren und Gedenkstätten aus Osteuropa und Deutschland eingeladen.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch, Simultanübersetzungen werden angeboten.

Das allgemeine Tagungsprogramm kann hier als pdf-Datei angezeigt werden.

Das detaillierte Tagungsprogramm mit allen Teilnehmern kann ebenfalls hier als pdf-Datei angezeigt werden; as well as in English.

Es sprechen: Ernest Wichner, Leiter des Literaturhauses Berlin; Helmuth Frauendorfer, Stellv. Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen; Prof. Dr. Joachim Rogall, Robert Bosch Stiftung
Grußwort: Herta Müller

Literatur und Diktatur. Ivaila Alexandrova: „Heißes Rot“
„Heißes Rot“, der Roman der bulgarischen Autorin Ivaila Alexandrova, ist der erste bulgarische Dokumentarroman, der die historischen Dokumente des sogenannten Volksgerichts der „sozialistischen Revolution“ von 1945 aufarbeitet. Damals wurden 2730 Todesurteile, 1305 lebenslange Haftstrafen und 4305 Urteile mit bis zu 15 Jahren Gefängnis verhängt. Gegenstand des Romans ist das Gerichtsverfahren Nr. 6 – gegen die Intellektuellen: eine Serie von Schauprozessen, die die Machtergreifung der Kommunisten begleitete.
Penka Angelova (Direktorin des Elias Canetti-Hauses in Russe) stellt zusammen mit der Autorin das Buch vor und liest aus ihrer Übersetzung.

Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung

Dank an den Hauptstadtkulturfonds