Herta Müller: »Atemschaukel«

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Mit Herta Müller

Mit Herta Müller

Im Januar 1945 wurden hinter der nach Westen vorrückenden Front alle arbeitsfähigen deutschen Männer und Frauen zusammengetrieben und zur Zwangsarbeit in die Ukraine deportiert. Viele starben dort an Hunger, Kälte und Krankheiten; wer überlebte, konnte nach 5 Jahren zurückkehren. Herta Müller hat für ihren Roman »Atemschaukel« (Carl Hanser Verlag) mit einigen Überlebenden gesprochen und mehrere Jahre lang mit Oskar Pastior anhand von dessen Aufzeichnungen über sein Lagerleben im Hinblick auf ein gemeinsames Buch gearbeitet. Als Oskar Pastior im Oktober 2006 starb, mußte sie dieses Projekt in ihre eigene Erzählung überführen. Nun erzählt Herta Müller durch ein männliches Ich hindurch vom Lagerleben in der sowjetischen Ukraine; dieses Ich kennt die Details des Lagerlebens von Oskar Pastior, hat die Landschaft mit Herta Müllers Augen gesehen und nimmt sich die Freiheit, die Wirklichkeit wahrheitsgetreu und fiktional zu ergänzen.
Herta Müller liest aus ihrem Roman »Atemschaukel«.

Gefördert vom Verein der Freunde und Förderer des Literaturhauses Berlin