Herman Melville: Clarel. Gedicht und Pilgerreise im Heiligen Land

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Mit Rainer G. Schmidt und Sibylle Cramer

Mit Rainer G. Schmidt und Sibylle Cramer

Herman Melvilles etwa 18.000 Verse umfassendes Versepos »Clarel« ist 1876 in einer luxuriös ausgestatteten zweibändigen Ausgabe erschienen und stieß wie die späten Romane Melvilles »Mardi« (1849), »Moby Dick« (1851) und »Pierre« (1852) auf vollständiges Unverständnis. Von etwas mehr als 300 erschienenen Exemplaren hat Herman Melville wenige Jahre später 224 Exemplare auf eigene Kosten einstampfen lassen. Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts reichten die Verdammungsurteile. Erst seit dem Erscheinen einer textkritischen Edition im Jahre 1991 ist diese Dichtung mit all ihren ästhetischen Qualitäten rezipierbar. Rainer G. Schmidt hat Herman Melvilles großes Traumspiel, in dem Zeiten, Mythen und Phantasien zu einer schillernden poetischen Präsenz gebündelt werden, übersetzt und sachkundig kommentiert; er liest aus »Clarel. Gedicht und Pilgerreise im Heiligen Land« (Verlag Jung und Jung). Die Literaturkritikerin Sibylle Cramer stellt das Buch vor und spricht mit Rainer G. Schmidt.