Helmut Lethen: Der Schatten des Fotografen
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Helmut Lethen stellt sein Buch in Lesung und Gespräch mit Michael Rutschky vor.
Flußlandschaft an einem sonnigen Tag. Eine Frau mit hellem Kopftuch und gerafftem Rock watet dem nahen Ufer zu. Die Bewegung der Watenden hat einen leichten Wellengang hervorgerufen. Helles, seitlich einfallendes Sonnenlicht wirft einen harten Schlagschatten. Eine bukolische Situation. Ein Malersujet, die Perspektive von oben ist aus der Bauhaus-Fotografie bekannt. Kunst- und Fotohistoriker können uns darüber informieren.
[Helmut Lethen]
Helmut Lethen, geboren 1939, leitet seit 2007 das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien. Nach seinem 1994 erschienenen Standardwerk über die Intellektuellen der Zwischenkriegszeit »Verhaltenslehren der Kälte«, veröffentlichte er 2006 eine Biographie Gottfried Benns »Der Sound der Väter« und 2012 das Buch »Suche nach dem Handorakel«.
In seinem neuen Buch »Der Schatten des Fotografen. Bilder und ihre Wirklichkeit« (Rowohlt Berlin) untersucht Helmut Lethen, warum Fotos so eine große Wirkung auf uns haben, wieviel Wirklichkeit in und/oder hinter den Bildern steckt, wie sich Kunst und Wirklichkeit zueinander verhalten.