Heinz Berggruen: Kleine Abschiede

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  • Buchpremiere

Mit Heinz Berggruen und Eduard Beaucamp

Mit Heinz Berggruen und Eduard Beaucamp

Beschäftigt als Volontär bei einer jüdischen Wochenzeitung in Berlin, wartet Heinz Berggruen 1935 auf die Ausreisegenehmigung in die USA, um in Kalifornien zu studieren. In dieser Zeit schreibt er neben den journalistischen Routinearbeiten kurze Skizzen und längere Feuilletons, in denen er das, was ihm besonders nahe ist, festhält: Beobachtungen über Orte in seiner Stadt, über die Gewohnheiten und Besonderheiten ihrer Menschen, über Bücher und Bibliotheken, über Erwartungen an ein neues Land. Die zunehmende Aggressivität seiner Umgebung führt auch zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen jüdischen Religiosität. Ende 1936 verläßt er, noch ohne amerikanisches Visum, Berlin, bleibt einige Monate in Kopenhagen, bis er Anfang 1937 über Le Havre und New York nach Kalifornien reisen kann. Auch in dieser Zeit entstehen spannende Texte, die er nach Berlin schickt: über dänische Toleranz, über seine Ankunft in Amerika, über amerikanische und deutsche Mentalität und die Neugier auf ein anderes Leben.

Der Kunstsammler und Mäzen Heinz Berggruen wurde 1914 in Berlin geboren. Anfang 1945 als amerikanischer Soldat nach Europa zurückgekehrt, gehörte er nach Kriegsende in München zu den Herausgebern der Zeitschrift »Heute«, nach 1947 wurde er in Paris einer der wichtigsten Sammler und Händler moderner Kunst. Seit 1996 lebt er auch wieder in Berlin; bedeutende Teile seiner Sammlung (»Picasso und seine Zeit«) sind im westlichen Stülerbau zu sehen.

Heinz Berggruen liest einige Stücke aus seinem eben erschienenen Buch »Kleine Abschiede. 1935-1937: Berlin – Kopenhagen – Kalifornien«, der Kunstkritiker Eduard Beaucamp führt ein Gespräch mit ihm.

Zusammen mit dem Transit Buchverlag.