Heinrich Heine und Sigmund Freud

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Symposium des Zentrums für Literaturforschung im Literaturhaus Berlin

Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft

Symposium des Zentrums für Literaturforschung im Literaturhaus Berlin

Im Jahr 2006 fallen der 150. Todestag Heinrich Heines (am 17. Februar) und der 150. Geburtstag von Sigmund Freud (am 6. Mai) zusammen. Diese biographische Koinzidenz ist Grund genug für das ZfL, um sie als kulturgeschichtliche Konstellation zum Thema eines Symposiums zu machen: der Tod des Dichters und Philosophen und die Geburt des Neurologen und Erfinders der Psychoanalyse untersucht als Schwellensituation, in der sich das ‚Ende der Kunstperiode‘ mit der Genese der ersten Kulturwissenschaft berührt – einer Kulturwissenschaft, die Erfahrungen des Imaginären ebenso wie der Säkularisierung in die Wissenschaft aufgenommen hat.


Donnerstag, 18. Mai

17.00 Uhr  Sigrid Weigel, ZfL: Eröffnung der Tagung
17.30 Uhr  Klaus Heinrich, Berlin: Festhalten an Freud
19.00 Uhr  Klaus Briegleb, Berlin: »Ich bin der Sohn der Revolution«. Zu Heines Poetik der Affekte; Stéphane Mosès, Paris: »Selten habt Ihr mich verstanden« – Zur Funktion eines Heine-Zitats in Freuds »Traumdeutung«


Freitag, 19. Mai

Panel I: Athen und Jerusalem – Lektüren der Tradition

10.00 Uhr  Veronika Fuechtner, Dartmouth: Moses in Palästina: Heine, Freud, Zweig
Daniel Weidner, ZfL: »Notizenbuch des absoluten Geistes« und »entstellter Text«. Heine, Freud und die Bibel des 19. Jahrhunderts
12.30 Uhr  Sigrid Weigel, ZfL: Zwei jüdische Intellektuelle unter »schlecht getauften Christen«

Panel II: Ende der Kunstperiode

15.00 Uhr  Marianne Schuller, Hamburg: Jenseits des Mythos. Zum Erzählen bei Heine und Freud; Eva Geulen, Bonn: Nachkommenschaften: Heine und das Ende der Kunstperiode
17.30 Uhr  Esther Kilchmann, ZfL: Am Ort der Gespenster. Zu Heines literaturhistorischen Schriften; Anne-Kathrin Reulecke, Berlin: »Stimmen der Vorzeit«. Einflußrede bei Freud und Heine
20.00 Uhr  Georges Arthur Goldschmidt: Freud übersetzen. Moderation: Stefan Willer, ZfL


Samstag, 20. Mai

Panel III: Liebe

Dieser Vortrag entfällt leider.

10.00 Uhr  Gerhard Neumann, München/Berlin: Heine und Freud als Theoretiker der Liebe

Panel IV: Der Witz und die Sprache des Unbewußten

11.00 Uhr  Manfred Schneider, Bochum: Der Zensor
12.30 Uhr  André Michels, Luxemburg: Der jüdische Witz / Geist bei Heine und Freud
15.00 Uhr  Stephan Braese, Berlin: »Famillionär« – Sprache und ‚Bildung‘ in Freuds »Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten« und Heines »Bäder in Lucca«; Susanne Lüdemann, ZfL: »Ganz wie seinesgleichen«. Freud, Heine und Hirsch-Hyazinth
17.30 Uhr  Uwe Wirth, ZfL: Polemik und Theorie der Dummheit bei Heine und Freud; Brigid Doherty, Princeton: Vorstellungsmimik. Oder Projektion und Identifizierung in Heines »Salon I« und Freuds Witz-Buch
20.00 Uhr  »Oh Freiheit! Du bist ein böser Traum« Stefan Hunstein liest eine Heine-Collage von Klaus Briegleb