Heinrich Heine: Neue Melodien spiel ich

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Mit Christian Brückner

Mit Christian Brückner

»Neue Melodien spiel ich« ist ein für Christian Brückner neugefügter Zyklus, der das landläufige Bild vom lyrischen Ironiker Heine korrigiert. Das Titelgedicht, eine biblisch grundierte Urszene des in sich widersprüchlichen Protests gegen Verführung, gibt der Textreihe die Variationsbreite vor, die an Heines Poesie zu bewundern ist. Wir hören die Sprache eines gelassenen Empörers, der sich in Augenhöhe zu einem Gott begibt, dessen Freiheit helfen zu können er anzweifelt, dessen Spott er aber auf sich lasten fühlt. Das wird ihn nicht dahin bringen, ein „flennender“ Himmelsanbeter zu werden, so furchtbar schlecht es ihm am Ende auch geht. Noch sein frömmster „davidischer“ Psalm, auf dem Sterbebett gedichtet, bewahrt den Stolz des glücklichen Erdbewohners. „Ich brauche nicht so hoch zu gaffen, / Auf Erden schon find ich genug / Kunstwerke, welche Gott erschaffen, / Die würdig der Bewunderung.“

Gesprochen von Christian Brückner, Textarrangement von Klaus Briegleb

Mit freundlicher Unterstützung durch die Jüdische Volkshochschule Berlin und die Freunde und Förderer des Literaturhauses Berlin