Hans Sahl-Preis des Autorenkreises der Bundesrepublik Deutschland
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Preisträger: Václav Havel
Mit dem diesjährigen Hans Sahl-Preisträger ehrt der Autorenkreis der Bundesrepublik die zentrale Symbolfigur für die politischen Umwälzungen in Osteuropa seit dem Ende der achtziger Jahre. Wie kaum ein anderer Autor und Politiker hat er durch sein Wirken aber auch in seinen Texten die Anstrengung unternommen, die Erfahrungssubstanz der osteuropäischen Diktaturen zu beschreiben und zu vermitteln wie auch dem »Schock der Freiheit« die aus diesen Erfahrungen resultierende eigene Selbstbestimmtheit vorbehaltlos entgegenzusetzen. Václav Havel, 1936 geboren, ist berühmt für seine absurden Dramen, wird geliebt für seine moralische Integrität, wird geachtet für seine politische Weite und anerkannt für die originäre Genauigkeit seiner Essays.
Begrüßung: Ines Geipel, Vorsitzende des Autorenkreises, und Ernest Wichner, Leiter des Literaturhauses; Laudatio: Klaus Juncker, Freund und Mentor von Václav Havel. Kathleen Morgeneyer, Annika Martens und Thaddäus Meilinger, Studenten der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, lesen Texte von Hans Sahl und Václav Havel.
Podiumsgespräch: »Der Schock der Freiheit. Literatur und Politik nach 1989« mit Klaus Juncker, Konrad Weiss (Regisseur und Publizist), Prof. Dr. Hans Dieter Zimmermann (Literaturwissenschaftler und Herausgeber der Tschechischen Bibliothek in deutscher Sprache) und Dr. Markus Hipp (Leiter des Büros der Robert-Bosch-Stiftung Berlin, Dissertation über Václav Havel); Moderation: Lea Rosh.
Der Autorenkreis der Bundesrepublik vergibt alljährlich seit 1995 den Hans-Sahl-Preis. Die bisherigen Preisträger waren Hans-Joachim Schädlich, Günter Kunert, Anja Lundholm, Edgar Hilsenrath, Jürgen Fuchs, Henryk Bereska, Reiner Kunze und Imre Kertész. Die Dotierung des Preises übernimmt in diesem Jahr die Axel-Springer-Stiftung Berlin.