Joachim Unseld im Gespräch mit Holger Heimann

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Glorie oder Krise. Über die Zukunft des Verlegens 9

Die Lebensgeschichte des Frankfurter Verlegers Joachim Unseld trägt romanhafte Züge. Bereits als Kind lernt er Autoren wie Max Frisch und Samuel Beckett kennen. Als Nachfolger seines Vaters Siegfried Unseld soll er einmal ihr Verleger werden. Doch daraus wird nichts, im Streit verläßt Joachim Unseld den Suhrkamp Verlag und übernimmt 40jährig 1994 die traditionsreiche, jedoch wirtschaftlich angeschlagene Frankfurter Verlagsanstalt. Rasch macht Unseld den kleinen Verlag mit Büchern von Autoren wie Bodo Kirchhoff, Marion Poschmann, Ernst-Wilhelm Händler und Christoph Peters zu einer der wichtigsten Adressen für deutschsprachige Literatur im Land. „Neue Autoren zu entdecken, darin liegt etwas Sportliches für mich“, hat Joachim Unseld einmal gesagt. Daran hat sich für ihn nichts geändert.

Holger Heimann, geboren 1969, ist Journalist in Berlin. Er arbeitet unter anderem für das Deutschlandradio, das Fachmagazin „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel“ und die Tageszeitung „Die Welt“.