Jochen Jung im Gespräch mit Holger Heimann
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Er gehört zur kleinen Schar der Verleger, die selbst gern Bücher schreiben: Romane, Erzählungen. Gerade hat Jochen Jung, der 1942 in Frankfurt geboren wurde und lange den österreichischen Residenz Verlag leitete, Erinnerungen an seine Arbeit als Lektor und Verleger veröffentlicht. Er erzählt von der engen Freundschaft mit Peter Handke, von Begegnungen mit Thomas Bernhard und anderen. Mit 58 Jahren ließ er sich auf das Wagnis ein und gründete einen eigenen Verlag. Es wurde eine Erfolgsgeschichte. Der kleine Salzburger Jung und Jung Verlag etablierte sich als eine der wichtigsten Literaturadressen zwischen Wien und Hamburg. Zweimal gewannen Autorinnen aus dem Programm, Melinda Nadj Abonji und Ursula Krechel, den Deutschen Buchpreis für den besten deutschsprachigen Roman. So mancher renommierte Verlag sieht im Vergleich damit ziemlich alt aus.
Holger Heimann, geboren 1969, ist Journalist in Berlin. Er arbeitet unter anderem für das Deutschlandradio, das Fachmagazin »Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel« und die Tageszeitung »Die Welt«.