Glaube ohne Grenzen

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Es lesen: Assaf Gavron (Israel) und Martin Schäuble (Deutschland); Moderation: Arne Schneider (Goethe-Institut)

Lesung und Diskussion

Es lesen: Assaf Gavron (Israel) und Martin Schäuble (Deutschland); Moderation: Arne Schneider (Goethe-Institut)

Glaubenssachen. Seit jeher begleitet die Literatur die Religion. Prophetenworte, religiöse Mythen und Geschichten prägen noch heute unser kollektives Bewusstsein. Dennoch hat das geschriebene Wort längst einen eigenen Weg eingeschlagen: In der modernen Literatur tritt der Glaube meist nur noch in Nebenrollen auf, als verborgene Referenz, vor allem wenn über Hoffnung, Leid und Sehnsucht geschrieben wird. Wo ist die Religion in der heutigen Literatur verankert? Und wo in der Gesellschaft?

Glaube ohne Grenzen

Was geschieht, wenn der Glaube Grenzen überschreitet und radikal wird? Was treibt Menschen dazu, sich ganz der Religion zu verschreiben, im Extremfall sogar dafür zu töten? Diese Fragen beleuchten Assaf Gavron und Martin Schäuble eindrucksvoll in ihren Büchern. Gavrons jüngster Roman spielt im Zentrum des Nahost-Konflikts, in einer illegalen Siedlung in der Westbank. Differenziert und facettenreich zeichnet er die Bewohner, die sich, von religiöser Leidenschaft angetrieben, als Pioniere eines biblisch begründeten Großisrael sehen. Den Weg zweier junger Männer recherchiert Martin Schäuble: Daniel, Sohn einer bürgerlichen Familie im Saarland, und Sa’ed aus Nablus in den Palästinensischen Autonomiegebieten haben wenig gemeinsam und doch das gleiche Ziel: den Kampf im Dschihad.

Die Lesung findet in deutscher und hebräischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.
In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und dem Goethe Institut