Gisela von Wysocki: Wiesengrund

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Hanna Werbezirk, die Tochter eines Salzburger Astrophysikers, hat sich schon als junges Mädchen heimlich im Bett die Nachtstudio-Vorträge eines Mannes angehört, dessen Namen sie sich gemerkt hat: Wiesengrund.

Als Studentin der Philosophie reist Hanna etliche Jahre später nach Frankfurt am Main, um Wiesengrund leibhaftig zu erleben, dabei gerät sie in gänzlich neue Sphären. Sie wird von den politischen Turbulenzen der Zeit ergriffen und steht mit einem Mal jenem magischen Feld gegenüber, das sie selbst um den hazardeurhaften Denker errichtet hatte.

In ihrem zweiten Roman »Wiesengrund« (nach »Wir machen Musik« von 2010) beschreibt Gisela von Wysocki die komischen und skurrilen Versuche ebenso wie die Vergeblichkeit, dem beklemmenden Zauber Theodor von Adornos zu entkommen. Sie liest aus dem soeben im Suhrkamp Verlag erschienenen Roman. Einführung und Gespräch: Sigrid Löffler