Geschichte und Wirkung der Bücherverbrennung
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Wolfgang Benz, Johannes Heil, Herbert Wiesner, Juliane Wetzel, Angelika Königseder, Mona Körte und Stefanie Endlich
Zum 70. Jahrestag der Bücherverbrennung
Eine Tagung des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Literaturhaus Berlin
Das Ritual der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, bei dem Studierende in vielen deutschen Hochschulstädten unter verdammenden »Feuersprüchen« die Werke mißliebiger Autoren ins Feuer warfen, hat hohen Symbolwert. Das Ereignis steht für eine Kulturpolitik durch Lenkung und Zensur, durch Diffamierung und Unterdrückung unerwünschter Literatur, Kunst und Musik.
Die Bücherverbrennung war aber nicht nur ein Akt der Verachtung und Vernichtung, sondern sie demonstrierte auch den Anspruch der NSDAP auf kulturelle Hegemonie. Die Tagung nimmt die Bücherverbrennung vor 70 Jahren zum Anlaß, um vielfältige Aspekte ausgrenzender Kulturpolitik zu thematisieren.
Wolfgang Benz: Der 10. Mai 1933. Diffamierung und Ausgrenzung als Methode der Kulturpolitik
Johannes Heil: Bücherverbrennungen in Antike und Mittelalter
Herbert Wiesner: Der Sturm auf Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft
Juliane Wetzel und Angelika Königseder: Die »Bilderverbrennung« 1939 – ein Pendant?
Künstlerische Reflexe auf die Bücherverbrennung
Mona Körte: Literatur und Autodafé
Stefanie Endlich: Bücherverbrennung in Erinnerungszeichen und Denkmälern