Georges Didi-Huberman: Der Tod und das Mädchen

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Mit Georges Didi-Huberman, Sigrid Weigel und Karlheinz Barck

Mit Georges Didi-Huberman, Sigrid Weigel und Karlheinz Barck

Literatur und Ähnlichkeit nach Maurice Blanchot

Maurice Blancot denkt das Bild nicht im Sinne eines Abbildes, vielmehr interessiert ihn das Bild im Verhältnis zur Ähnlichkeit und damit auch als Element eines literarischen Schreibverfahrens. So hat er das Bild in eine Frage verwandelt, die sich jedem literarischen Schreiben stellt: Erst durch die Ähnlichkeit – so seine Formulierung – erlange die Literatur Zugang zur »Nacht« und zum »Unendlichen«. Was also genau ist dieses »Bild«, wenn es nicht länger das ist, was z.B. Gaston Bachelard, Jean Paul Sartre oder André Malraux zuvor darunter verstanden haben? Blanchots Verknüpfung von Bild und Schreiben zielt darauf, die Aura des Bildes – das er als Erscheinung versteht – durch das Schreiben sichtbar zu machen. Dafür schafft er ein Netz aus emblematischen Figuren – die Sirene, Eurydike, die Unbekannte aus der Seine -, die gewisse Analogien mit Aby Warburgs Nymphe aufweisen: Figuren nämlich, bei denen die Faszination gegenüber der Gnade der Herausforderung durch den Tod begegnet.

Der französische Philosoph und Kunsthistoriker Georges Didi-Huberman (geb.1953) lehrt an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris). In deutscher Übersetzung sind seine Bücher »Ähnlichkeit und Berührung« (DuMont Verlag 1999), »Was wir sehen, blickt uns an« (Wilhelm Fink Verlag 1999), »Vor einem Bild« (Carl Hanser Verlag 2000) und »Phasmes« (DuMont Verlag 2001) erschienen.

Georges Didi-Huberman hält seinen Vortrag auf Französisch, eine deutsche Übersetzung des Textes liegt zur Veranstaltung vor.
Einführung: Sigrid Weigel; Moderation: Karlheinz Barck.

Das Zentrum für Literaturforschung im Literaturhaus Berlin