Geist der Zeiten
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Es lesen: Yali Sobol (Israel) und Ulrich Peltzer (Deutschland); Moderation: Bernd Zabel (Goethe-Institut)
Glaubenssachen. Seit jeher begleitet die Literatur die Religion. Prophetenworte, religiöse Mythen und Geschichten prägen noch heute unser kollektives Bewusstsein. Dennoch hat das geschriebene Wort längst einen eigenen Weg eingeschlagen: In der modernen Literatur tritt der Glaube meist nur noch in Nebenrollen auf, als verborgene Referenz, vor allem wenn über Hoffnung, Leid und Sehnsucht geschrieben wird. Wo ist die Religion in der heutigen Literatur verankert? Und wo in der Gesellschaft?
Geist der Zeiten
In Krisen- und Konfliktzeiten haben Religion und gesellschaftlich-ökonomische Utopien Konjunktur. Wie die Zeit uns lehrt, was wir glauben und wie wir leben, das untersuchen Ulrich Peltzer und Yali Sobol in ihren Büchern. Im Zentrum von Peltzers neuem, noch unveröffentlichtem Roman steht der Kampf eines Sales Managers um Aufträge und Kredite. Er trifft auf einen alten, mysteriösen Amerikaner, dessen Devise lautet: Versuchung. Ihm zu widerstehen erfordert eine Kraft, die ein jegliches Maß übersteigt. Einen Kraftakt verlangt auch Sobol seinen Protagonisten ab, die sich in Tel Aviv nach dem nächsten Krieg zurechtfinden müssen. Sein brisanter Roman über Israel ist auch lesbar als Parabel über menschliche Abgründe, Macht und Moral in einer aus den Fugen geratenen Zeit.
Die Lesung findet in deutscher und hebräischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.
In Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und dem Goethe Institut