Gedichtbände des Jahres 2015 II
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Selbstverständlich meint »Gedichtbände des Jahres« stets auch, die acht an zwei Abenden hier vorgestellten Gedichtbände sind die besten Gedichtbände des jeweiligen Jahres, wer aber stellt dies fest, und wie verbindlich sind solche Äußerungen? Im vergangenen Jahr hat Norbert Hummelt in unserem Auftrag seine acht Poesiefavoriten des Jahres ausgesucht und für die Lesungen nominiert. Diesmal haben wir, die im Literaturhaus tätigen Personen unsere lyrischen Präferenzen benannt. Im nächsten Jahr soll es wieder eine externe Person, am besten eine Dichterin oder ein Dichter entscheiden. Und ob solch eine Auswahl überzeugend ist, ob und welche Verbindlichkeit ihr zukommt, entscheiden ohnehin Sie, die Sie zu den wenigen Lesern von Gedichtbänden zählen.
Herausragend darf man gewiß Norbert Hummelts Übersetzung der »Four Quartets« von T. S. Eliot nennen, ohne dadurch den Rang eines deutschen Gedichtbandes zu schmälern; wir reihen ihn darunter ein, denn die von einem Dichter angefertigte Übersetzung gehört in großen Teilen auch zu dessen eigenem Werk.
Carolin Callies (geb. 1980) liest aus ihrem ersten Gedichtband »fünf sinne & nur ein besteckkasten« (Schöffling & Co);
Norbert Hummelt (geb. 1962) stellt seine Übersetzung der »Vier Quartette« (Bibliothek Surhkamp) des T.S. Eliot vor;
Christian Lehnert (geb. 1969) liest aus dem Gedichtband »Windzüge« (Suhrkamp);
Ulf Stolterfoht (geb. 1963) liest aus dem Band »Neu Jerusalem« (kookbooks).
Zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer des Literaturhauses Berlin, dem wir für die Unterstützung dieser Veranstaltungen herzlich danken.