Fritz J. Raddatz: Tagebücher. Jahre 1982–2001

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Mit Hans-Jürgen Heinrichs

Mit Hans-Jürgen Heinrichs

Die ganze bundesrepublikanische Gesellschaft, wahrgenommen mit dem Sensorium eines Hochempfindsamen: Fritz J. Raddatz’ Tagebücher der Jahre 1982–2001 (Rowohlt Verlag) lesen sich wie der große Gesellschaftsroman der Bundesrepublik. Verfaßt von einem, der als der widersprüchlichste Intellektuelle seiner Generation gilt: anziehend durch seinen Witz, distanzierend durch seinen Eigensinn, geistreich, gebildet, streitbar und umstritten, dazu – bei aller Geselligkeit – bestimmt von einer klaren Empfindung der Unzugehörigkeit.

Fritz J. Raddatz, geboren 1931 in Berlin, 1960–1969 stellvertretender Leiter des Rowohlt Verlages, 1977–1985 Feuilletonchef der »Zeit«, Autor mehrerer Romane und eines umfangreichen essayistisch-biographischen Werks. Zuletzt erschienen die Romantrilogie »Eine Erziehung in Deutschland« (2006), der Briefwechsel mit Uwe Johnson »Liebes Fritzchen, Lieber Groß-Uwe« (2006), die literarischen Essays »Schreiben heißt, sein Herz waschen« (2006) und »Das Rot der Freiheitssonne wurde Blut« (2007) sowie die Rilke-Biographie »Rainer Maria Rilke – Überzähliges Dasein« (2009).
Hans-Jürgen Heinrichs, 1945 in Wetzlar geboren, ist Ethnologe und Schriftsteller. 1980 gründete er den QumranVerlag für Ethnologie und Kunst und leitete ihn bis 1984, danach betreute er ihn als Edition Qumran im Campus Verlag. Zuletzt veröffentlichte er »Die gekränkte Supermacht. Amerika auf der Couch« (2003), »Fritz Morgenthaler« (2005), »Expeditionen ins innere Ausland. Freud. Morgenthaler. Lévi-Strauss. Kerényi. Das Unbewußte im modernen Denken« (2005), »Schreiben ist das bessere Leben. Gespräche mit Schriftstellern« (2006) und zusammen mit Peter Sloterdijk »Die Sonne und der Tod. Dialogische Untersuchungen« (2006).