Franz Hessel: Spazieren in Berlin
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Stéphane Hessel, Frank Arnold und Peter von Becker
Lesung und Gespräch
»Ein Lehrbuch der Kunst, in Berlin spazieren zu gehen. Ganz nah dem Zauber der Stadt, von dem sie selbst kaum weiß. Ein Bilderbuch in Worten« – so stand es 1929 auf dem Schutzumschlag des Buches »Spazieren in Berlin« von Franz Hessel, in dessen erstem Text der Spaziergänger noch als Verdächtiger auftrat. Denn anders als in Paris, wo man den Flaneur schon seit einem halben Jahrhundert kannte, erregte der scheinbar interesselose Spaziergänger in der deutschen Hauptstadt Verdacht: »Hierzulande muß man müssen, sonst darf man nicht. Hier geht man nicht wo, sondern wohin. Es ist nicht leicht für unsereinen.«
Franz Hessels erzählerische Liebeserklärung an »das Ding Berlin« stellt für Stéphane Hessel den »Übergang zwischen Louis Aragons bahnbrechendem Paysan de Paris und dem unvollendeten Passagenwerk seines Freundes Walter Benjamin« dar. Frank Arnold liest aus Franz Hessels »Spazieren in Berlin« (Verlag für Berlin-Brandenburg, von Moritz Reininghaus neu herausgegeben). Peter von Becker spricht mit Stéphane Hessel über seinen Vater Franz Hessel und befragt ihn zu seinen in den letzten Wochen erschienenen Flugschriften »Empört Euch!« (Ullstein Verlag) und »Engagez-vous!« (»Engagiert Euch!«, auf Deutsch noch nicht erschienen).
Kartenvorverkauf (12.- / 8.- EURO, freie Platzwahl):
– Büro des Literaturhauses Berlin, Mo-Fr 11-17 Uhr, sowie bei Abendveranstaltungen;
– Ausstellungskasse im Literaturhaus Berlin, ab 14.5., Di-So 11-19 Uhr;
Abendkasse am 24.5. im Jazz-Institut: ab 19 Uhr