Formen, Algebra, Hoffnung
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Mit Reinhard Jirgl und Helmut Böttiger
Der 1953 in Berlin [Ost] geborene Reinhard Jirgl hat zu Zeiten der DDR nichts veröffentlicht, weil er nicht bereit war, seine kritischen Inhalte in eine den Lesegewohnheiten entgegenkommende Form zu bringen. Sein erstes Buch »Mutter Vater Roman« erschien 1990, zuletzt veröffentlichte er: »Hundsnächte« [1997] und »Die atlantische Mauer« [2000]. Nun erscheinen seine Texte der 80er Jahre als »Nachrichten aus dem zerstörten Leben«, zusammengefaßt in der grandiosen Trilogie »Genealogie des Tötens«, ein Textkorpus, der sich zusammensetzt aus Sprechtexten, Erzählungen, Exkursen, Verhaltensstudien, fiktiven Materialien, Exaltationen und dem abschließenden, bis zum 9. November 1989 reichenden Satyr-»Spiel« KAFFER.
Reinhard Jirgl liest aus der »Genealogie des Tötens« und spricht mit dem Literaturkritiker Helmut Böttiger über seine Texte.