Experiment der Assimilation
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Mit Sayed Kashua, Sylvester Groth und Elisabeth Ruge
Sayed Kashua, 1975 geboren, lebt im palästinensischen Teil von Beit Safafa bei Jerusalem. Er ist Filmkritiker und Kolumnist der in Tel Aviv erscheinenden Wochenzeitung Ha’Ir. »Tanzender Araber« ist sein erster, in hebräischer Sprache geschriebener Roman, der soeben in der Übersetzung von Mirjam Pressler auf deutsch erschienen ist. Der Roman ist von den israelischen Kritikern als die große Entdeckung in der hebräischen Gegenwartsliteratur gefeiert worden.
Kashua erzählt von der schmerzhaften Erfahrung einer gescheiterten Assimilation: weder in der arabischen noch in der jüdischen Welt findet der Held – ein junger israelischer Palästinenser – eine Heimat. »Dieses mutige Buch ist deshalb so beeindruckend…, weil es nicht anklagt und auch jede direkte politische Aussage verweigert«, schreibt die israelische Zeitung Ma’ariv. Wir erfahren von Sayed Kashua zahlreiche und sehr genaue Details über das tägliche Zusammenleben von Israelis und Palästinensern, die in der Berichterstattung sonst nur wenig Beachtung finden.
Zusammen mit dem Schauspieler Sylvester Groth liest Sayed Kashua aus seinem Roman.
Moderation: Elisabeth Ruge.
Zusammen mit der Literaturhandlung und dem Berlin Verlag