Europäische Schriftsteller im Dialog

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Terézia Mora & Stefan Hertmans

Im Dezember 2015 sind Terézia Mora (Berlin) und Stefan Hertmans (Brüssel) Gastautoren am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin.

2015 erschienen Terézia Moras Frankfurter Poetik-Vorlesungen unter dem Titel »Nicht sterben«, 2013 ihr letzter Roman »Das Ungeheuer«,  der seinen trauernden Protagonisten auf eine Reise durch Europa schickt und mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Stefan Hertmans‘»Der Himmel meines Großvaters«, die literarische Verarbeitung der Tagebuchaufzeichnungen seines Großvaters, eines Frontsoldaten im Ersten Weltkrieg, wurde 2014 zum internationalen Erfolgstitel. So unterschiedlich diese Texte sind, ihnen liegt die drängende Frage nach dem Zusammenhang von Gewalterfahrungen, Trauer und europäischer Identität zugrunde.

Die Frage nach Europa soll Gegenstand des Abends sein: Was ist ein europäischer Schriftsteller? Was und wie spricht Europa? Wo verlaufen Grenzen zwischen Sprachen, Sprachräumen und Nationen, zwischen Peripherie und Zentrum Europas, zwischen westlichem und östlichem Europa? Wie hängen Fragen sprachlicher Zugehörigkeit mit Europa zusammen? Inwiefern ist die europäische Idee an Mehrsprachigkeit gebunden? Inwiefern wird sie dadurch auch erschwert? Was heißt das für die Literatur Europas? Welche Bedeutung kommt den verschiedenen Erinnerungs- und Vergangenheitsdiskursen in der aktuellen Diskussion um Europa zu? Und schließlich soll diskutiert werden, ob und inwiefern diese Fragen für das Schreiben und die Poetik von Stefan Hertmans und Terézia Mora bedeutsam sind.

Moderation:  Anne Fleig & Jan Konst