Erinnerung und Fiktion 1

Diese Veranstaltung liegt im Archiv

Mit Reinhard Jirgl, Ursula Krechel, Norbert Gstrein, Wolfgang Hilbig und Stephan Braese

Mit Reinhard Jirgl, Ursula Krechel, Norbert Gstrein, Wolfgang Hilbig und Stephan Braese

Literarische Schreibweisen im Archiv der deutschen und europäischen Geschichte.
Literaturtage des Zentrums für Literaturforschung in Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin. Gefördert durch die Stiftung Preußische Seehandlung.

In jüngster Zeit, vor allem nach der Auflösung der zwei Blöcke 1989, ist in der Literatur eine neue Gegenwärtigkeit des Vergangenen zu verzeichnen: mit Schauplätzen, Begebenheiten und Figuren, die der deutschen und europäischen Geschichte von Nationalsozialismus, Shoah und Exil, von Totalitarismus und Nachgeschichte entstammen. Jenseits einer Ökonomie von Schuldangst, die die deutsche Nachkriegsliteratur über Jahrzehnte dominierte, melden sich in der Gegenwartsliteratur Neugier, Obsessionen und Interessen zu Wort, die eingefahrene Umgangsweisen aus dem Repertoire der sogenannten Vergangenheitsbewältigung hinter sich lassen.

15.00-19.00 Uhr
Lesungen mit: Reinhard Jirgl, Ursula Krechel, Norbert Gstrein und Wolfgang Hilbig

20.00 Uhr
»Topographie der Erinnerungen« – Eine Podiumsdiskussion mit: Norbert Gstrein, Wolfgang Hilbig, Reinhard Jirgl und Ursula Krechel. Moderation: Stephan Braese