Erik Reger: Zeit des Überlebens

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Mit Andreas Petersen und Hannes Schwenger

Erik Reger: Zeit des Überlebens. Tagebuch April bis Juni 1945

Vor kurzem hat der Historiker und Autor Andreas Petersen das Tagebuch entdeckt, das Erik Reger von April bis Juni 1945 geführt hat: »Zeit des Überlebens. Tagebuch April bis Juni 1945« (Transit Buchverlag). Es ist das minutiöse und unverfälschte Protokoll darüber, wie ein gewaltiger weltgeschichtlicher Umbruch – die Niederlage des NS-Staates, Kriegsende, der Sieg der Roten Armee und der Beginn einer anderen politischen Ordnung – in dem kleinen Dorf Mahlow, südlich von Berlin, stattfindet und von seinen Bewohnern wahrgenommen wird.

Erik Reger (1893-1954) war kurz vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten ein bekannter und erfolgreicher Schriftsteller, sein Roman »Union der festen Hand« (1931) brachte ihm zusammen mit Ödön von Horvath den Kleist-Preis ein, wurde aber schon zwei Jahre später zusammen mit seinem zweiten Roman »Das wachsame Hähnchen« (1932) von den Nationalsozialisten verboten und verbrannt. 1945 wurde er Lizenzträger, Mitherausgeber und Chefredakteur des Tagesspiegels.

Andreas Petersen, geboren 1961, ist Historiker, zusammen mit Ines Geipel hat er 2009 den Band »Black Box DDR. Unerzählte Leben unterm SED-Regime« herausgegeben und 2012 das Buch »Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufrieren. Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris« veröffentlicht. Er stellt dieses Tagebuch vor und spricht darüber mit dem Autor und Kritiker Hannes Schwenger.