Erich Auerbach

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Kolloquium, veranstaltet vom Zentrum für Literaturforschung im Literaturhaus Berlin

Geschichte und Aktualität eines europäischen Philologen

Kolloquium, veranstaltet vom Zentrum für Literaturforschung im Literaturhaus Berlin

Das Werk von Erich Auerbach (1892-1957) bildet den frühen Höhepunkt einer Literaturforschung, die sich als Kulturwissenschaft versteht und entschieden interdisziplinär betrieben wird. Kein anderer als er hat die neuen Fragestellungen einer „Philologie der Weltliteratur“ formuliert. Denn eingeschlossen in seine Wissenschaft ist auch der Blick über die gängige Geschichte des Westens hinaus in die Gleichzeitigkeit von dessen eigenen kolonialen Traditionen.
An seinem Fluchtort Istanbul hat Erich Auerbach ohne Fachbibliotheken, gleichsam aus dem Gedächtnis heraus sein Hauptwerk „Mimesis“ verfaßt. Darin wird die abendländische Literatur von Homer und dem Alten Testament bis zu Virginia Woolf und Marcel Proust als Interpretation des Wirklichen durch Nachahmung erkennbar.
Auf dem Kolloquium untersuchen Literaturwissenschaftler und Bildwissenschaftler, Philosophen und Religionsgeschichtler Auerbachs Korrespondenzen mit Kollegen und Freunden, seine Orte sowie seine Aktualität in den gegenwärtigen Diskussionen.

9.12., ab 19.00 Uhr: Sigrid WeigelCarlo GinzburgLuiz Costa Lima
10.12., ab 10.00 Uhr: Robert StockhammerErnst MüllerMatthias BormuthLeopoldo WaizbortKarlheinz BarckMartin VialonMartin TremlGeoffrey Hartmann; 20.00 Uhr: Podiumsdiskussion mit Geoffrey HartmannCarlo GinzburgMartin Vialon und Karlheinz Barck; Moderation: Lothar Müller
11.12., ab 9.30 Uhr: Hans-Jörg NeuschäferRichard FaberUrsula Link-HeerHans Ulrich GumbrechtDiane MeurGert MattenklottHerbert LindenbergerCarlos RincónVitalij Machlin