Elias Canetti – Der Ohrenzeuge
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Ein Film von Thomas Honickel
Elias Canetti, 1905 in der bulgarischen Stadt Rustschuk an der Donau als Sohn spaniolischer Juden geboren, hat in London, Wien und Zürich gelebt. 1936 veröffentlichte er seinen großen Roman »Die Blendung«, der erst in den sechziger Jahren wieder ins Bewußtsein der literarischen Öffentlichkeit drang. 35 Jahre lang arbeitete er an seiner sozialpsychologischen Studie »Masse und Macht«, die er 1960 in London abschloß, wo er mit seiner Frau Veza im Exil lebte. Seit 1977 erschien seine dreiteilige Autobiographie »Die gerettete Zunge«, »Die Fackel im Ohr« (1980) und »Das Augenspiel« (1985). 1981 wurde Elias Canetti der Nobelpreis für Literatur verliehen. Eigentlich wollte er 300 Jahre alt werden, sich das gesamte Weltwissen aneignen und es literarisch verarbeiten; er starb 1994 in Zürich. Der aus Anlaß des 100. Geburtstags von Elias Canetti vom SWR produzierte Film wird von ARTE als Medienpartner von literaturhaeuser.net in einer Preview vorgestellt. Peter von Matt, Claudio Magris, Robert Menasse und eine Reihe von Zeitzeugen aus London und Paris, wo Canettis Brüder lebten, versuchen, dem großen Schriftsteller gerecht zu werden und seinen Charakter zu erklären. Zahlreiche Fotos und Dokumente aus dem Nachlaß Canettis, vergessene oder kaum gezeigte Fernsehaufnahmen und eine Fülle von zeitgenössischem historischen Filmmaterial ist hier erstmals zu sehen.