Marta Petreu: Zuhause, auf dem Feld des Armageddon

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Mit Marta Petreu und Ernest Wichner

Ein Buch - Zwei Sprachen

Ciorans Erzählung, daß er in seiner Kindheit mit menschlichen Gebeinen gespielt habe, ist mir immer schon normal vorgekommen, und zwar aus dem schlichten Grund, daß auch ich und mein Bruder unsere gesamte Kindheit hindurch mit den alten Knochen vom Friedhof gespielt haben. Wie viele Tote sind durch meine Hände gegangen!, und dies ohne jeden Schauder, denn der Tod als Tod ist jedem erst eine späte Lehre.
[Marta Petreu]

Marta Petreu, 1955 in einem siebenbürgischen Dorf geboren, lebt in Cluj (Klausenburg) als Schriftstellerin und Hochschullehrerin. Seit 1981, als ihr erster Gedichtband erschien, hat sie weitere sechs Gedichtbände, zahlreiche Literatur- und Kulturgeschichtliche Studien (u.a. über Emil Cioran und den rumänischen Faschismus, über Eugen Ionesco und sein Verhältnis zu seinem Vater, über Nae Ionescu und Mihail Sebastian) sowie den Roman »Zuhause, auf dem Feld des Armageddon« (2011) veröffentlicht – einen Dorf- und Familienroman, der durchtränkt ist von den Ressentiments aufgrund religiösen Eiferertums sowie gescheiterter Lebensentwürfe. Womit die Philosophin und Kulturwissenschaftlerin Marta Petreu plötzlich als eine präzise, sarkastische und mit viel schwarzem Humor ausgestattete Erzählerin sichtbar wird.

Marta Petreu liest zusammen mit Ernest Wichner aus diesem Buch.

Veranstaltungsort:

Rumänisches Kulturinstitut Berlin
Königsallee 20 A
14193 Berlin