Doppelleben – Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland 40
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Film: »Hungerjahre« Deutschland 1980, 114 min
Jutta Brückner (geb. 1941), bis 2006 Professorin an der Universität der Künste Berlin und zusammen mit Wolfgang Ramsbott und Heinz Emigholz viele Jahre lang für experimentelle Filmarbeiten engagiert, gestaltete 1980 mit ihrem Film „Hungerjahre“ einen autobiographischen Rückblick auf die fünf Jahre alte Adenauer-Republik, deren Wirtschaftswunder-Wellen und bigotte Sexualmoral bei der 13jährigen Ursula Scheuner die erwachende Lebenslust und den wachsenden Willen auf Selbstbestimmung abwürgen. „Hungerjahre“ wurde 1980 bei der Berlinale mit dem Preis der Internationalen Filmkritik ausgezeichnet; zuletzt kam 2005 Jutta Brückners Film „Hitlerkantate“ in die Kinos.