Doppelleben – Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland 22
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Mit Jürg Laederach, Klaus Völker und Denis Thouard
Pierre Temkine: Warten auf Godot. Das Absurde und die Geschichte
Was, wenn in Samuel Becketts berühmtestem Theaterstück »Warten auf Godot« eine viel konkretere Geschichte miterzählt würde als bislang angenommen? Wenn Wladimir und Estragon zwei etwa siebzig Jahre alte Juden aus dem 11. Pariser Arrondissement wären, die im Frühjahr 1943 auf einem Hügel nahe der italienischen Grenze auf einen Schleuser warteten, der sie über die Grenze bringen soll, um sie vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu retten? Pierre Temkine berichtet in seinem Buch »Warten auf Godot. Das Absurde und die Geschichte« (Matthes & Seitz Berlin) von der so überraschenden wie überzeugenden Lektüre des Beckett-Stückes durch seinen Großvater Valentin Temkine.
Jürg Laederach, Klaus Völker und Denis Thouard (einer der Herausgeber dieses Buches), sprechen über den politischen Subtext von »Warten auf Godot«.