Die multikulturellen Niederlande? 1

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Mit Connie Palmen, Mustafa Stitou und Jan Konst

Literatur in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

Mit Connie Palmen, Mustafa Stitou und Jan Konst

»Was ist denn in Holland los?« Diese Frage stellten sich viele, nachdem aus der letzten Europawahl ein bekennender Islamhasser mit komischer Frisur als Sieger hervorging. Nach einem Jahrzehnt politischer Instabilität, heftiger gesellschaftlicher Debatten und sozialer Veränderungen hat das scheinbar makellose (Selbst)bild eines friedfertigen, toleranten und multikulturellen Landes Risse bekommen. Das Land befindet sich im Umbruch.
Diese Umbrüche wirken auch nach in der niederländischen Literatur. Das Projekt »Die multikulturellen Niederlande? Literatur in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche« versucht diese Wirkung einem deutschen Publikum zu vermitteln. Vier niederländische Autoren diskutieren über die gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Wirkung auf ihre Arbeit.

Connie Palmen, geboren 1955, hatte schon als Philosophin publiziert, als 1991 ihr erster Roman »De wetten« (Die Gesetze) erschien, der bei Kritik und beim Publikum ein Erfolg wurde. Vier Jahre später folgte »De vriendschap« (Die Freundschaft) und 1998 der überaus erfolgreiche Roman »I.M.«. Zuletzt erschien von Connie Palmen »Idole und ihre Mörder« (2005) und »Luzifer« (2008).
Mustafa Stitou, geboren 1974 in Tetouan, Marokko, kam schon als Kleinkind in die Niederlande und wuchs in Lelystad auf. Seit 1995 lebt und arbeitet er in Amsterdam, wo er auch Philosophie studiert hat. Er debütierte 1994 als Dichter mit dem Band »Mijn vormen« (Meine Formen); vier Jahre später veröffentlichte er den Gedichtband: »Mijn gedichten« (Meine Gedichte) und 2003 den Band »Varkensroze ansichten« (Schweinchenrosa Ansichten). Mustafa Stitou ist 2009 Stadtdichter von Amsterdam.
Moderation: Jan Konst

Zusammen mit dem Institut für Niederlandistik der FU Berlin und dem Koninkrijk der Nederlanden