Die Entdeckung eines russischen Klassikers

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Mit Boris Schitkow, Rosemarie Tietze und Viktor Schulmann

Mit Boris Schitkow, Rosemarie Tietze und Viktor Schulmann

Russische Leser kannten Boris Schitkow (1882-1938) bisher als einen Erzähler, der sie in ihrer Jugend mit Seefahrer- und Tiergeschichten verzaubert hatte. Nur Eingeweihte wußten, daß Schitkow einen epochalen Roman über die revolutionären Gärungen im Rußland des frühen 20. Jahrhunderts verfaßt hatte – erst 1999 erschien das verschwiegene und vergessene Werk zum ersten Mal vollständig auf Russisch. Schitkow hatte sein Hauptwerk 1928-1932 verfaßt, gleichsam unberührt von den ruppigen zeitgenössischen Diskussionen um die Parteilichkeit der Literatur. Die Geschichte zweier Familien, scharf ausgeleuchtet in kurzen filmischen Szenen, ahnt bereits das Grauen des blutigen 20. Jahrhunderts voraus.
Rosemarie Tietze stellt zusammen mit dem Schauspieler Viktor Schulmann ihre bei Hanser erschienene deutsche Fassung des Romans vor. Und berichtet aus der Werkstatt: Schitkows knappe, kantige Sprache verlangte ein unkonventionelles Deutsch.

Lesung und Gespräch auf Deutsch und Russisch