die aprikosenbäume gibt es – In memoriam Inger Christensen

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Mit Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Elke Erb, Aris Fioretos, Hanns Grössel, Herta Müller, Lutz Seiler, Ulf Stolterfoht und anderen

Mit Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Elke Erb, Aris Fioretos, Hanns Grössel, Herta Müller, Lutz Seiler, Ulf Stolterfoht und anderen

Mit einem hypnotisierenden: »die aprikosenbäume gibt es, die aprikosenbäume gibt es« beginnt das berühmteste Gedicht der großen dänischen Dichterin Inger Christensen. »alfabet« ist ein Buchstabieren der Welt, ein Schöpfungsbericht von großem Reichtum. Am 2. Januar 2009 starb Inger Christensen in Kopenhagen.
Beeinflusst von der Sprachtheorie Noam Chomskys, Prinzipien der musikalischen Komposition und ihren naturwissenschaftlichen Studien, war Inger Christensens Schreiben oft davon geprägt, Naturwissenschaft und Poesie zusammenzubringen, um dadurch einer poetologischen Erklärung der Welt nahe zu kommen. Den Weg zu dieser Poetologie ebnete die Sprache und die dem Rhythmus innewohnende Ordnung. »Wenn ich Gedichte schreibe, dann kann es mir einfallen, so zu tun, als schriebe nicht ich, sondern die Sprache selbst«, sagte Christensen einmal.
Inger Christensen, die besonders gerne in Berlin gelesen hat, wo sie viele Freunde hatte, veröffentlichte neben mehreren Lyrikbänden auch Romane, Essays, Theaterstücke und Hörspiele. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet; lange Zeit galt sie als Kandidatin für den Nobelpreis.
Ihr zum Andenken lesen: Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Elke Erb, Aris Fioretos, Hanns Grössel, Herta Müller, Lutz Seiler, Ulf Stolterfoht und andere.

Eine Veranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin, des Literaturforums im Brecht-Haus, des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, des Literaturhauses Berlin, des Literarischen Colloquiums Berlin, der Akademie der Künste, des Verlags Kleinheinrich und der Dänischen Botschaft