Deutsch-israelische Literaturtage 2012
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Eshkol Nevo, Arye Sharuz Shalicar und Arne Schneider
Israel, Berlin, Südamerika – das sind die Stationen in einer globalisierten Welt, die Eshkol Nevo in seinem neuen Roman mit Fragen nach Familie, Identität und en passant mit Theodor Herzl verknüpft. Auch Arye Sharuz Shalicar, Sohn iranischer Juden, die vor dem Antisemitismus nach Deutschland flohen, schildert in seiner vielbeachteten Autobiographie die Suche nach einem Leben in Zugehörigkeit. Das bleibt ihm als Jugendlicher inmitten einer arabischen Gang in Berlin-Wedding allerdings verwehrt. In beiden Büchern spiegelt sich die Geschichte der Diasporajuden ebenso wider wie die Themen aus der aktuellen Integrationsdebatte: Wie muß eine Gesellschaft beschaffen sein, um ein Ort der Heimat und der Verbundenheit zu sein? Wo kann Identität gelebt, gewahrt und immer wieder neu erfunden werden?
Eshkol Nevo, Israel
»Neuland«, Kinneret Zmora-Bitan 2011
1971 in Jerusalem geboren, aufgewachsen in Detroit und Israel. Er arbeitete zunächst als Werbetexter und unterrichtet heute creative writing an der Universität Tel Aviv. Sein Erzählband »Vier Häuser und eine Sehnsucht« stand über eineinhalb Jahre auf der israelischen Bestsellerliste und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Golden Book Prize. Im Rahmen der Literaturtage wird Nevo erstmals ins Deutsche übersetzte Passagen aus »Neuland« vorstellen.
Arye Sharuz Shalicar, Israel/Deutschland
»Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude«, dtv 2010
Geboren 1977 in Berlin, Auswanderung nach Israel 2001. Von 2006 bis 2009 arbeitete er für The Jewish Agency for Israel, von 2007 bis 2009 für das Nahost-Studio der ARD in Tel Aviv. Sharuz Shalicar ist ehrenamtlicher Vorsitzender der Organisation junger deutschsprachiger Einwanderer in Israel (NOAM) und seit 2009 Pressesprecher der israelischen Armee (IDF).
Moderation: Arne Schneider, Goethe-Institut
Deutsch/Hebräisch mit Simultanübersetzung
Die Veranstaltung ist Teil der deutsch-israelischen Literaturtage, die vom 25.-29. April 2012 in Berlin stattfinden und vom Goethe-Institut e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. organisiert werden.
Die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum hat die Durchführung der Literaturtage »beziehungsweise(n)« ermöglicht.
In Zusammenarbeit mit Literaturhaus Berlin, Deutsches Theater und Maxim Gorki Theater.
Das Gesamtprogramm finden Sie unter:
www.boell.de/literaturtage
www.goethe.de/literaturtage