Der niederländische Schriftsteller Atte Jongstra zu Gast in Berlin

Diese Veranstaltung liegt im Archiv

Mit Atte Jongstra und Jan Konst

Mit Atte Jongstra und Jan Konst

Atte Jongstra (geboren 1956) ist Autor von Romanen, Dichter und Essayist sowie Literaturkritiker. Mit seinem kaleidoskopischen Werk, oft als postmodern bezeichnet, gehört er zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren der Niederlande. Sein literarisches Debut machte Jongstra mit der historischen Dokumentation »De multatulianen« (1985). Darin beschreibt er die teils abstruse Verehrung für Multatuli, den Nationaldichter der Niederlande aus dem 19. Jahrhundert. Für seine Erzählungen in »De psychologie van de zwavel« (1989) erhielt er den renommierten Geertjan Lubberhuizenprijs. Sein Essayband »Familieportret« (1996), eine aberwitzige und eigensinnige Suche nach den eigenen literarischen Wurzeln, wurde mit dem Jan Greshoffprijs ausgezeichnet. Vielbeachtet sind auch seine Romane »Het huis M.« (1993), »Hudigers Hooglied« (1999) und »De avonturen van Henry II Fix« (2007). Zuletzt  erschien sein »Klinkende ikken« (2008): eine abenteuerliche Autobiographie über seine Jugend im friesischen Terwispel, Zahnarzt-Phobie und eine Unterschrift von Hermann Göring, in der sich Jongstra abermals seiner Heteronyme Arno Breekveld und Arno II von Brechelhain bedient. Auf die Frage eines Reporters, ob er denn nun ein Postmodernist sei, antwortete Jongstra einst mit einem Seufzer: »Mit diesem Begriff kann ich nichts anfangen. Ich nenne mich selbst lieber einen Eklektiker.«
Jan Konst, Professor am Institut für Niederlandistik der FU Berlin, stellt Atte Jongstra vor und liest die deutschen Texte.