Der Autor und sein Leser, der »Seelenarzt« II
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Mit Angelika Overath und Hans Stoffels
Freud wunderte sich darüber, daß sich seine »Analysen wie Novellen lesen lassen« und empfahl die Psychoanalyse nicht nur als Therapie, sondern auch um ihrer Wahrheit willen. Für Lacan, den französischen Psychiater, Psychoanalytiker und Philosophen, äußert sich das Unbewußte als Text, durch Sprache erst hervorgebracht.
Viele Künstler, besonders auch Schriftsteller, wurden von der Entdeckung des Unbewußten durch Freud elementar in ihrem Schaffen beeinflußt und inspiriert. Waren doch auch sie schon immer Erforscher des Innenlebens der Beziehungen und Verstrickungen der Menschen, ihrer geheimen Triebkräfte und ihres Begehrens.
Wie ist das Verhältnis heutiger »Seelenärzte« zum Text? Dem Text ihrer Patienten; und wie lesen sie Texte von Autoren? Immer wieder befassen sie sich in Theorien, Vorträgen und Veranstaltungen mit ihrem Verhältnis zur Literatur. Und die zeitgenössischen Autoren? Wie setzen sie sich mit den Erkenntnissen und Theorien heutiger »Seelenärzte« auseinander?
Gibt es vielleicht ein gemeinsames Handwerk, und wie beeinflussen sich die beiden Disziplinen heute?
Angelika Overath, geboren 1957 in Karlsruhe, lebt als Autorin und Dozentin an der Schweizer Journalistenschule in Sent (Schweiz). Zuletzt veröffentlichte sie den Roman »Flughafenfische« (2009) und den Band »Alle Farben des Schnees. Senter Tagebuch« (2010).
Hans Stoffels ist Psychiater und Psychotherapeut und leitet die Park-Klinik Sophie Charlotte in Berlin.
In Zusammenarbeit mit der Park-Klinik Sophie Charlotte; entworfen von Monika Kaiser.