Der Abend, an dem vor achtzig Jahren in Deutschland die Bücher brannten
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Mit Frank Arnold
Am 10. Mai 1933 haben nationalsozialistisch gesinnte deutsche Hochschullehrer und Studenten in zahlreichen Städten im Deutschen Reich die Bibliotheken vom »undeutschen Geist gesäubert« und unter Verlesung von Feuersprüchen die Bücher zahlreicher deutscher Schriftsteller und Gelehrten verbrannt. Wie wir heute wissen, war dies das Fanal, von dem Heine gesprochen hatte – es wurden nicht nur Bücher, sondern auch Menschen verbrannt – und es endete mit Millionen Toten in den Gaskammern, auf den Schlachtfeldern und in zerstörten Städten.
Achtzig Jahre Bücherverbrennung ist uns Anlaß, zurückzublicken auf das historische Geschehen wie auf die folgenden Jahrzehnte, denn Bücher wurden und werden verbrannt; Schriftsteller und Journalisten werden nach wie vor wegen ihres Einsatzes für die Wahrheit verfolgt, eingesperrt und ermordet. Nicht nur in China, Rußland, Nordkorea, Weißrußland, in der Türkei, in Syrien und im Iran.
Frank Arnold liest Texte verbotener und verfolgter Schriftsteller aus den letzten achtzig Jahren (u.a. Franz Kafka, Pablo Neruda, Béla Hamvas, Joseph Brodsky, Václav Havel, Gabriel Garcia Márquez, Liao Yiwu, Abu Nuwas).
Zusammen mit der Villa Aurora e.V. und mit Unterstützung der Atlantik-Brücke