Das Land Null
Diese Veranstaltung liegt im Archiv
Mit Bora Cosic und Alida Bremer
In sieben Kapiteln schildert Bora Cosic die Urszenen des osteuropäischen Daseins und vollzieht den endgültigen Abschied von Belgrad, dem einstigen Schauplatz einer europäischen Avantgarde, der auch er selbst angehört hatte. Sein von Katharina Wolf-Grießhaber aus dem Serbischen übersetztes Buch »Das Land Null« (Suhrkamp Verlag) zeigt den Intellektuellen und Bürger in der totalen Isolation, in sein Haus verbarrikadiert, abwartend und bilanzierend – einem Belagerungszustand ausgesetzt, der nicht anders als final sein kann.
Bora Cosic ist 1932 geboren und gilt schon lange als einer der bedeutendsten serbischen Autoren der Gegenwart. Seit 1992 lebt er abwechselnd in Rovinji/Istrien und Berlin. In deutscher Übersetzung sind von ihm die Bücher »Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution« (2002) und »Die Zollerklärung« (2001) erschienen.
Bora Cosic liest zusammen mit Alida Bremer aus seinem neuen Buch.