Das Lager lesen. Michail Ryklins Kolyma-Projekt

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Ausstellung »Samizdat« im GULAG

Michail Ryklin ist seit Jahren einer der wichtigsten Aufklärer im intellektuellen Dialog zwischen Rußland und Westeuropa. Er hat der russischen Öffentlichkeit den französischen Poststrukturalismus erschlossen und mit seiner Essaysammlung »Räume des Jubels« (2003) der Totalitarismus-Debatte wichtige Impulse gegeben. In seiner Auseinandersetzung mit dem „Kommunismus als Religion“ (2008) lotet er die theologische Dimension des Bolschewismus aus. Derzeit arbeitet Ryklin an einem neuen Buch, in dem er das Biographische als poetologische Konstante der Prosa Warlam Schalamows untersucht. Parallel dazu setzt er sich anhand von Materialien aus dem Besitz seiner Familie mit dem Schicksal seines Großvaters mütterlicherseits, Sergei Pawlowitsch Tschaplin, auseinander, der Anfang 1942 auf Kolyma starb.

Michail Ryklin liest im Rahmen eines Werkstattgesprächs aus seinem Manuskript und spricht mit seiner Lektorin Katharina Raabe über seine Projekte.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Osteuropa Institut der FU Berlin