Das Handwerk des Biographen

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A U S V E R K A U F T .
E V T L .  R E S T K A R T E N   A N  D E R   A B E N D K A S S E  A B  1 9 . 4 5  U H R

Schriftsteller-Biographien sind überaus beliebt, ihr Renommee jedoch ist zweifelhaft, insbesondere im Diskurs der Literaturwissenschaft – vielleicht nicht ganz zu Unrecht, angesichts der oft naiven biographischen »Entschlüsselungen« literarischer Werke. Doch worauf zielt Biographie ab, wenn nicht auf Werkdeutung? Auf die Präzision der Chronologie, auf das Verständnis kreativer Prozesse, auf das exemplarische Porträt des Schriftstellers oder auf möglichst umfassende Einfühlung in Person und Zeit? All dem sind Grenzen gesetzt. Was den guten vom schlechten Biographen unterscheidet, ist nicht nur sein Handwerk, sondern auch das Bewußtsein dieser Grenzen.

Sigrid Löffler, Reiner Stach und Manfred Flügge sprechen über Form, Psychologie und Bedeutung eines problematischen Genres.