Claudia Durastanti »Missitalia« & Carlo Levi »Christus kam nur bis Eboli«

  • Buchpremiere

Die Autorin im Gespräch mit Deniz Utlu und Martin Hallmannsecker

Ein Gespräch auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Wir sind keine Christen, sagen die Leute, Christus kam nur bis Eboli. Diese berühmten Sätze fallen in Carlo Levis gleichnamigem Memoir, in dem erstmals der süditalienische Landstrich Lukanien porträtiert wird: Eine Region, in der die Straße und die Bahngleise die Küste von Salerno und das Meer hinter sich lassen und ins Nirgendwo führen. 1945 erstmals erschienen und seitdem zu Weltruhm gelangt, begründete Levi mit seinem Buch die literarische Ethnographie: Emphatisch begegnet er dem entbehrungsreichen Leben der Bauern im Mezzogiorno, lernt ihren Alltag und ihre Sorgen ebenso kennen wie ihre magischen Bräuche und uralten Traditionen.

Martin Hallmannsecker hat dieses berühmte Buch neu übersetzt und von allem Staub befreit. Gemeinsam mit dem Moderator Deniz Utlu und der italienisch-amerikanischen Autorin Claudia Durastanti widmet er sich an diesem Abend Lukanien, der heutigen Basilikata, wo auch Claudia Durastantis neuer Roman »Missitalia« angesiedelt ist.

Drei außergewöhnliche Frauen in drei Jahrhunderten geben hier den Ton an: Da ist Amalia, die im Krieg Waisen und Ausreißerinnen um sich versammelt. Und da ist die junge Wissenschaftlerin Ada, die hundert Jahre später, als man in der Region nach Erdöl sucht, aus Zufall zur Spionin wird. In der Zukunft ist es A, eine weitere Frau aus der Basilikata, die das Leben auf dem Mond vorbereiten soll.

Wie Levi, doch  ganz anders, ergründet Durastanti Mythos und Geschichte, die Veränderungen der Gegenwart und der Zukunft und spricht darüber auf Englisch, Deutsch und Italienisch mit Deniz Utlu und Martin Hallmannsecker.

Ein Gespräch auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts Berlin

Claudia Durastanti »Missitalia«, Hanser Zsolnay 2026
Carlo Levi »Christus kam nur bis Eboli«, Wagenbach 2026